Azzurrotel

Azzurrotel = azurblaues rollendes Hotel

hier wird demnächst in aller Ausführlichkeit beschrieben, wie unser azurblaues rollendes Hotel entsteht 🙂

Phase 1:
Vorüberlegungen

Wir wollen ein Fahrzeug, in dem man mit zwei Personen wohnen und bequem fahren kann. Und es darf etwas größer und wetterunabhängiger sein als unser geliebter VW T5 California Beach.

Also auf zum VW-Händler …

Das Basisfahrzeug ist ein T6 Transporter mit langem Radstand und ringsherum Fenster. Mit der Heckklappe des California (also mit der genialen Campingstuhlunterbringung und Verdunkelung) und Schienenboden vom Multivan (damit unsere bestehenden Campingmöbel und der Zusatzsitz wieder passen). Ohne Tüddelfitz in Form von überflüssigen Assistenzsystemen aber mit Standheizung und Tempomat. Dank der „Business Unit Spezialfahrzeuge“ alles kein Problem.

Dazu ein festes Hochdach von Polyroof. Das hat zwar den Nachteil, dass man nicht mehr in eine Tiefgarage fahren kann, aber den Vorteil, dass man dem schlechten Wetter in Form von Regen und Kälte nicht mehr so ausgesetzt ist und das Starten am Campingplatz ruck-zuck geht.

Energieversorgung

Diesmal machen wir nicht den Anfängerfehler, auf die Standheizung zu verzichten. Dafür ist es in Mitteleuropa einfach zu oft zu kalt! Wir entscheiden uns für die „Dieselheizung“: Gasflaschen schleppen macht kein Spaß und die nehmen auch viel Platz weg. Diesel hat man immer dabei; notfalls tankt man bei kalter Witterung noch mal voll, bevor man auf den Campingplatz fährt. Dabei muss man aber beachten, dass die Heizung auch Strom benötigt – also Ladegerät für die Batterie am besten immer dabei haben und am Campingplatz an die Steckdose hängen.

Die restlichen Stromverbraucher wollen wir am liebsten komplett auf 12-Volt-Basis. Batterien können bei schönem Wetter über unsere Solaranlage geladen werden. Dank der Anschaffung eines extrem sparsamen Kühlschrankes funktioniert das auch wie geplant. Ansonsten brauchen wir noch Licht (da gibt es eine LED-Kette) und Ladestrom für Smartphones und Kamera und E-book-Reader. So sind wir im Grunde unabhängig von der Stromversorgung am Campingplatz; die ist zwar theoretisch meistens vorhanden, aber in der Praxis gibt es nicht immer freie Steckplätze und manchmal sogar unfreundliche Zeitgenossen, die einem den Stecker rausziehen – was in unserem Fall sehr unfreundlich ist, da sich in unserem Kühlschrank kühlpflichtige Medikamente befinden.

 

Phase 2:

Abholen des Fahrzeugs bei Polyroof in Dransfeld

 

Einfädeln in den höhergelegten Carport

 

Der auszubauende Innenraum im Originalzustand

 

Phase 3: Ausbau zum Campingfahrzeug

Steckdose für die 220-Volt-Versorgung. Das Kabel wird unter dem Teppich des Fahrerhauses entlang durch vorhandene Öffnungen in den Motorraum geführt. Der Stecker liegt so geschützt unter der Motorhaube – die auch im geschlossenen Zustand einen genügend breiten Spalt lässt, um ein Standardkabel nicht abzuklemmen. Auf diese Weise spart man die rostverursachenden Löcher im Blech, die bei den handelsüblichen Außensteckdosen im Lauf der Jahre meist entstehen.

 

der dritte Sitz – dank Schienensystem frei im Raum verschiebbar

 

Betten-Unterkonstruktion und Küchenschrank – beides wurde vom Vorgänger T5 California Beach übernommen, aber modifiziert. Das kombinierte Bett-Schrank-Möbel soll mit wenigen Handgriffen vom Wohnzimmer zum Schlafzimmer umgebaut werden können: Sitz umklappen, Füße einhängen, Bretter nach vorne klappen, Matratzen nach vorne ziehen. Ein Teil des vorderen Brettes liegt dann auf dem Küchenschrank.

 

das kombinierte Wohn-Schlafmöbel in der Heckansicht

 

die Küche

 

Beleuchtung mit LED-Bad (alle Farben, alle Stärken – schlichtes Warmweiß ist natürlich auch möglich); Stromverbrauch 14 Watt bei maximaler Lichtstärke; das ganze Band ist so angebracht, dass eine indirekte Beleuchtung entsteht.

 

Verdunkelung mit Thermomatten